Ich mache seit einiger Zeit Instagram. Nicht mit meinem Projekt “Bye Bye Plastik”, sondern einfach so mit mir persönlich. Ich habe in meinem Buch geschrieben, dass das für mich bedeutet, an der “Oberfläche” zu sein …..
Und doch merke ich, dass die Posts mich auch in die Tiefe bringen. In den Kontakt mit anderen Menschen, die ähnliche Gedanken haben, Menschen die mich berühren und inspirieren. Und doch geht es darum, “Follower” zu sammeln.
Je mehr, desto besser. Und ich habe mich heute, am 4. Tag des Dezembers gefragt, was ich mir eigentlich wirklich wünsche? Wünsche ich mir wirklich mehr “Follower” und ist das etwas, an dem ich mich messen möchte?

Ich fange heute an, meine Morgengedanken aufzuschreiben und sie mir euch zu teilen. Das ist das, was ich mir wünsche.
Ich möchte Botschaften in die Welt bringen, die mir wichtig sind. Ich möchte Denkanstöße weitergeben, möchte, dass wir uns mehr reflektieren, uns, andere und die “Dinge” kritisch hinterfragen. Ich möchte, dass wir nicht funktionieren, sondern agieren.

Ich möchte nicht einfach mehr Follower, mehr Likes oder Smileys. Das was ich möchte ist, dass ich ein winzig kleines Stückchen meinen Beitrag dazu leiste, dass jeder von uns besser mit sich und damit besser mit anderen und der Welt, dem Planeten umgeht. Dass wir anfangen, uns mehr zu lieben und wertzuschätzen für das, was wir SIND und nicht das, was wir meinen, sein zu müssen. Oder erreichen zu müssen. Wir sind keine besseren Menschen, wenn wir mehr Menschen um uns tummeln. Wir sind nicht mehr wert, wenn unsere Fangemeinschaft wächst. Ich möchte daran glauben, dass jeder einzelne Mensch, den wir inspirieren, den wir ermutigen, den wir anstoßen, dem wir vielleicht ein kleines Vorbild sind, jeder einzelne Mensch zählt.

Ab wann kann man denn stolz auf sich sein? Ist es wichtig für das eigene Selbstwertgefühl, wie erfolgreich ich auf Instagram und co bin? Geht es darum, immer mehr zu bekommen, immer mehr zu erreichen?
Was ich mir wünsche in diesem Dezember ist, dass wir uns nicht daran messen, was wir ERREICHEN, sondern an dem, was wir haben. Ich wünsche mir, dass wir nicht nur darauf fokussiert sind, welche “Treppchen” wir erreichen: Die gute Note in der Schule, der bestandene Schulabschluss, der Führerschein, der neue Job, die Beförderung, die Gehaltserhöhung, der 10.000 ste Follower…
Nein, ich glaube, dass wir heute stolz darauf sein können, jeden Tag aufzuwachen und positiv in den Tag zu starten.
Stolz zu sein, dass wir uns nicht mit der Angst und den negativen Gedanken verbinden, die uns jeden Tag über alle Medien ins Haus gesendet werden.
Stolz zu sein, auf unsere Mitmenschlichkeit, unsere Hilfsbereitschaft.
Stolz zu sein darauf, dass wir geben können, dass wir zuhören können, das wir in den Arm nehmen können.
Stolz zu sein, nicht in der Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit zu versinken, sondern an das Gute zu glauben und jeden Tag wieder positiv an unsere Projekte und unser Tun zu glauben. Das wünsche ich mir in dieser Zeit…

Schreibt auch Eure Morgengedanken auf, gleich morgens wenn Ihr aufsteht, vor dem ganzen Trubel des Tages. Das ist eine wunderbare Möglichkeit, mit dir in Kontakt zu kommen, Dinge und Gefühle klar zu bekommen und gestärkt in den Tag zu gehen.
Ich wünsche dir einen wunderbaren 4. Dezember :-))


(Foto: Udo Schroeter)

Herzlichst! Steffi