Bornholm, 07.April 2020

Gestern Abend hat die dänische Staatsministerin bekannt gegeben, dass die Grenzen in Dänemark noch bis zum 10. Mai 2020 geschlossen bleiben. Und jetzt? Und dann? Soll ich mir jetzt Sorgen machen?

Kurz danach kommt mir ein Satz in den Sinn, den ich irgendwann und irgendwo mal aufgeschnappt habe und schreibe ihn in mein Notizbuch: „Sich Sorgen machen ist so, als wenn man seine schöpferische Kraft dafür nutzt, das in sein Leben zu holen, was man nicht will.“
Wie wahr, dachte ich nur. Und die Worte wirken nach in mir. Auch noch heute Morgen. Denn wir alle haben mit unseren Gedanken und unseren Energien, die wir aussenden, die Power, Dinge zu kreieren und zu erschaffen. Das sagt auch der Werbespruch-Klassiker der bekannten Baumarkt-Kette. „Du kannst es dir vorstellen, also kannst du es auch bauen“. Leider ist es eben auch so mit den negativen Vorstellungen. Unser Gehirn hat eine gewaltige Kapazität, Dinge und Szenarien zu erschaffen. Da laufen ganze Spielfilme in Farbe und HD ab – und das nacheinander und unentwegt. Und je mehr wir unsere Gedanken damit beschäftigen, was wir alles nicht wollen, so mehr wird es zu unserer Realität. Erst im Kopf und dann in unserer Wirklichkeit.

Es ist wichtig, genau das in dieser Zeit zu verstehen. Denn anscheinend ist es menschlich, dass wir uns einen Großteil unsere Tages – und auch in der Nacht – damit beschäftigen, uns Sorgen zu machen.
Sorgen, ob ich krank werden könnte.
Sorgen, ob ich finanziell untergehe.
Sorgen, ob ich meinen Job verliere.
Sorgen, ob mein Kind jetzt den Schulabschluss noch schafft.
Sorgen, ob meine alte Mutter die Einsamkeit verkraftet.
Sorgen, ob ich emotional stabil bleibe
Sorgen, ob meine Ehe das aushält.
Sorgen, ob diese Krise jemals vorbei geht.
Sorgen, ob die Weltwirtschaft jetzt untergeht.

Ich sage jetzt nicht zu dir: „Mach dir keine Sorgen“. Denn das würde bei dir nicht auf fruchtbaren Boden fallen.
Aber ich möchte dir sagen: Erschaffe etwas Gutes mit deiner Schöpferkraft deiner Gedanken!
Gestalte und verwandle „Sorge machen“ zu „trage Sorge“, sei fürsorglich, denn das hat eine ganz andere Kraft.

Sorge DAFÜR, dass du dein Immunsystem intakt hälst und abwehrkräftig bleibst: Mit guten, tragenden Gedanken, gesunder, vitalstoffreicher Ernährung, Bewegung und kleinen Projekten, die dich sinnvoll beschäftigen.
Sorge DAFÜR, dass du jeden Tag für deine Finanzen das tust, was du tun kannst. Mit klarem Kopf und ohne Angst.
Sorge DAFÜR, dass du in deinem Job präsent bist, solange er da ist. Und wenn du ihn verlierst, so sorge DAFÜR, dass du dir einen neuen Job suchst. Nicht klagen, sondern handeln. Ohne Ego, sondern als Versorger/in.
Sorge DAFÜR, dass dein Kind nicht in die Sorge geht. Sei ein hoffnungsvolles Vorbild.
Sorge DAFÜR, dass du deine Mutter in diesem Gefühl der Einsamkeit unterstützt. Mit einem täglichen Brief. Mit Anrufen, Sprachnachrichten. Mit Aufmunterungs-Päckchen. Sage ihr, dass du sie liebst. Und vertrauen in sie, dass sie stark ist.
Sorge DAFÜR, dass du dich selber unterstützt. Mit dem richtigen, Buch, mit Podcasts, die dir gute Impulse geben, mit Menschen, die dich stärken, mit Bildern und Nachrichten, die dir guttun…
Sorge DAFÜR, dass du deinem Partner ehrlich und wahrhaftig begegnest. Schaffe Räume für Nähe und Vertrautheit. Gebe mehr, als du nimmst. Habe keine Erwartungen, sondern liebe ohne zu fordern.
Sorge DAFÜR, dass du im Hier und Jetzt und einen Tag nach dem anderen lebst. Bete, mache Yoga, meditiere. Alles, was dir hilft, im Vertrauen und in der Akzeptanz der gegenwärtigen Situation zu bleiben.
Sorge DAFÜR, dass du verstehst, dass du nicht die Weltpolitik bestimmst, sondern nur das tun und denken kannst, was in deiner Macht und in deiner Hand liegt. Sei demütig und vertraue.

Nutze deine Schöpferkraft deiner Gedanken für das, was du in deinem Leben, in dieser Welt sehen möchtest.
Und um mit der Baumarktkette zu schließen: Bau dir ein solides, schönes, gemütliches und sicheres Heim….. und alles fängt mit den Gedanken an ;-).

Foto: Udo Schroeter