Ich habe ja schon viel probiert in meinem Leben – vor allem, was meinen Körper angeht. Bei all den Diäten, Ernährungsexperimenten und selbst beim Fasten ging es immer nur um eines: Abnehmen! Und zwar der Schönheit wegen. Ich wollte schlank sein, so wie all die anderen Frauen, die selbstbewusst ihren Badeanzug in der Schwimmhalle trugen oder sogar im Bikini am Strand lagen. Ich wollte mich schön fühlen und einem fucking Schönheitsideal entsprechen. So war das mit 15, mit 18, mit 20, mit 30, mit 40, mit 50.
Doch nach meinem 50. Geburtstag passierte etwas mit meinem Körper, das ich nicht kommen sah. Ich kam in die Wechseljahre – ja, die viel besprochene Menopause. Ich werde zu diesem Thema und meinen Erlebnissen und Erfahrungen hier sicher noch viel schreiben, aber heute geht es um eines: um meinen Körper, der sich Ü50 krass veränderte.
Schleichend kamen die Schmerzen: in den Beinen, den Waden, dann in den Hüften. Mehrere Arztbesuche brachten nur noch mehr Ratlosigkeit, zumal man vor 8–9 Jahren noch wenig über Wechseljahresbeschwerden und Hormone sprach. Ich nahm kontinuierlich zu, ohne dass ich mehr aß. Meine Beine verformten sich immer mehr zu einer Art Baumstämmen mit Dellen darin. Ich bekam ein richtiges Fettbäuchlein.
Ich ignorierte es, zumal mir die Schmerzen und auch meine Erschöpfung mehr zu schaffen machten. Dazu kam mein Empty-Nest-Syndrom, nachdem unsere beiden Söhne ausgezogen waren. Ich fühlte mich verloren, dick, krank und alt.
Ich machte ein bis zwei unmotivierte Anläufe abzunehmen. Denn ich spürte, dass ich zunehmend auf Zucker, Weißmehl und Alkohol mit Schmerzen im Körper reagierte. Klar, Zucker ist nicht gut – für niemanden. Aber ich hatte in meinem Leben VIEL Zucker gegessen. Ich liebte Schokolade, Kuchen, Cookies und Sahnetorten und hatte mir bereits als Kind so manchen schlechten Tag mit Nutellabrot und Prinzenrolle-Keksen schön gegessen. Wahrscheinlich würde man das heute eine Essstörung nennen, denn Süßes tröstete mich ungemein.
Okay, ich bin erwachsen, gehe auf die 60 zu und fing an, Zucker zu reduzieren – und litt unter diesem für mich schweren Verzicht. Wie bei Diäten hielt es eine Weile, und dann wurde ich durch Fressanfälle rückfällig. Ich fühlte mich damit scheiße, denn immerhin müsste ich es doch in meinem Alter und vor allem als Mentorin für Frauen besser wissen, oder? Ja, wissen ist das eine – machen und umsetzen das andere. Meine alten Muster hielten mich im Griff.
Und mein gefühltes Alter lag körperlich bei etwa 80, obwohl ich erst Mitte 50 war. Ich gab mental auf, doch mein Körper sendete mir immer deutlichere Warnsignale, die ich nicht ignorieren konnte, denn die Schmerzen waren zu groß. Ich MUSSTE Zucker, Alkohol und Weißmehl weglassen – egal, ob ich wollte oder nicht. Und jeder „Ausrutscher“ wurde hart bestraft: mit stundenlangen Schmerzen, Steifheit im ganzen Körper und/oder Migräne.
Ich verstand zunehmend, dass es nicht um Abnehmen und „Schönsein“ ging, sondern um meine Gesundheit – und darum, ob ich mit 70 noch aufrecht gehen und beweglich sein wollte.
Und dann stattete mir das Schicksal einen Besuch ab: Bereits vor zwei Jahren hörte ich von einem Freund, der holistischer Mediziner war, von einer wunderwirkenden Darmsanierungskur. Er schickte mir das Buch, und nach dem Lesen winkte ich heftig ab, denn die Kur sollte drei bis sechs Wochen dauern – mit täglichen Einkäufen und etlichen Pulverchen und Co., um das Entgiften des Körpers gründlich in Gang zu setzen.
Das war einfach zu viel, zu kompliziert, zu unnötig. Sooo krank war ich ja nun auch wieder nicht. Das Buch und die gekaufte Einlaufhilfe lagen zwei Jahre im Schrank, bis mein Körper mich so mürbe gemacht hatte, dass ich meinen Freund wieder kontaktierte. Er sollte mich mal untersuchen und sagen, was ich machen soll. Ich war ratlos.
Er bestätigte seine Diagnose und riet mir wegen eines wahrscheinlichen „Leaky-Gut-Syndroms“, meinen Darm gründlich zu sanieren. Ich ergab mich, denn es musste etwas geschehen. Auf Dauer mit Schmerzen zu leben, war keine Option.
Tja, und was ich dann erlebte, war einfach ein großes Geschenk!
Ich lernte schnell nach der Lektüre des Buches, dass es beim Darm immer ums Loslassen geht. Und genau das passte haargenau in meinen Prozess. Endlich all das Alte, Belastende, Überholte und Überflüssige loslassen.
Mit jeder morgendlichen Darmspülung spürte ich, wie Ballast von mir wich – aus meinem Körper und aus meiner Seele. Es war irre, wie ganzheitlich diese Darmkur in mir wirkte.
Ich war in der ersten Woche ganz allein zu Hause und nutzte die Zeit, um in mich zu gehen und das Loslassen wirklich zu zelebrieren. Ich hörte Podcasts, meditierte und las parallel ein Buch von Louise Hay, das mir zutiefst klarmachte, dass ich vor allem eines loslassen durfte: meinen Widerstand.
Denn ich hatte seit vielen Jahren – wenn nicht Jahrzehnten – einen Widerstand in mir aufgebaut, den ich jetzt erst wirklich zu fühlen begann. Ja, es war fast so, als hätte ich einen generellen Widerstand gegen Veränderung aufgebaut, gegen das Neue und Unbekannte. Wahrscheinlich aus Angst heraus, meine Komfortzone zu verlassen und neuen Abenteuern entgegenzugehen.
Fazit
Diese Darmsanierung ist das Beste und Heilsamste, das ich seit Ewigkeiten erlebt habe. Ich bin „willing to change“ – wie ich es bei Louise Hay gelernt habe – und gehe jetzt, ein paar Wochen nach der Kur, anders durchs Leben.
Ich habe meine Ernährung fast komplett auf vegan umgestellt, außerdem lebe ich zuckerfrei und ohne Alkohol. Ich esse LEBEN – und meine Zellen saugen es dankbar auf.
Ich fühle mich zehn Jahre jünger, die Schmerzen in meinen Beinen sind verschwunden, und ich habe bisher fünf Kilogramm verloren. Und da wird sicher noch mehr losgelassen …
Ich bin viel fitter und vitaler – im Körper, im Kopf und im Geist. Meine Kraft und meine Visionen sind zurück.
Was für eine neue, tolle Reise!!!
Sprich mich gerne an, wenn du mehr über diese Darmsanierung wissen möchtest. Ich liebe es, diese Erfahrung an andere weiterzugeben und Menschen in diesem „Change“ zu begleiten. 🙂